Take the A-Train #8

Die diesjährige 8. Auflage des Festivals im Zeichen der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Der Auftritt von Manu Delago im Haus Elisabeth, einer Salzburger Institution der Caritas, zeigte klar auf, wieviele kulturbegeisterte Gäste aus Solidarität mit armutsgefährdeten Menschen Geld in die Hand nehmen, um zu helfen. Manu Delago inspirierte vor vollen Rängen mit seinem Solo-Programm „Environ Me“ zu mehr sozialem Bewußtsein und Naturnähe.

Schon die Festivaleröffnung durch die großzügig erweiterte Formation SIMSALABIM im brechend vollen Jazzit zeigte, was wir alle schon lange gehofft haben: die Pandemie hat ihre Krallen eingefahren und die Menschen fühlen sich wieder in den Musik-Clubs wohl wie in alten Zeiten. Erstmals in Salzburg rissen SPITTING IBEX die junge Crowd zu ekstatischen Tanzeinlagen hin und die Chartstürmer OSKAR HAAG und das Wiener Faktotum BIBIZA bewiesen, daß der A-TRAIN definitiv nicht am Abstellgleis ist, sondern zu den coolsten Festivals des Landes zählt.

Auch die Hauptbühne am Bahnhofsvorplatz zeigte wieder, warum das Bahnhofsviertel Jahr für Jahr eine so spannende Location für TAKE THE A-TRAIN ist. Menschen aus aller Herren Länder und verschiedenster sozialer Herkünfte treffen sich, um das breite Musikangebot in diesem ganz speziellen Ambiente zu genießen. Junge Menschen, Reisende, Asylsuchende, an den Rand der Gesellschaft gedrängte, Kunstinteressierte aller Altersgruppen, Demonstrierer – sie alle suchen und finden ein Gemeinschaftsgefühl und genossen bei herrlicher Open-Air-Stimmung und freiem Eintritt großartige Konzerte von der ZIRKUSBAND, den aufstrebenden Indie-Bands PLEASE MADAME & LEFTOVERS und nicht zuletzt als Höhepunkt BUNTSPECHT.

Und natürlich fährt der A-TRAIN auch in der Nacht: der NIGHT-TRAIN mit FREAKADELLE und dem Kollektiv ALPINE ROOTS MASSIVE als Zugführer brachten Heerscharen von tanz- und Klubkultursüchtigen Youngsters sicher durch die Nacht – das ganze im brachialen Sichtbeton-Outfit einer Fahrradgarage unter dem Bahnhofsplatz. Station A-Train, Downtown Manhattan, läßt grüßen.

Zum inzwischen legendären Sonnenaufgangskonzert am Morgen danach präsentierte dieses Jahr der ukrainische Pianist VADIM NESELOVSKYI seine ODESSA SUITE: Berührende Solo-Piano Klänge zwischen Klassik und Improvisation, inspiriert von Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ krönten als Finale das diesjährige TAKE THE A-TRAIN Festival – vor der besonderen Kulisse eines weiteren beginnenden Tages! Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Ukrainischen Zentrum Salzburg statt, die Einnahmen kamen aus der Ukraine Geflüchteten zugute. Außerdem gab es über das Ukranische Zentrum Freikarten für Geflüchtete in Salzburg.

Und auch beim anschließenden und TTAT#8 endgültig abschließenden Picknick im Park wurde bei der jungen Crossover-Formation CHEZ FRIA brav gefrühstückt, resumiert und für die Ukraine gespendet.

Zusammengefasst: die Organisatioren sind stolz, daß TAKE THE A-TRAIN wieder voll auf Schiene war und so viele Menschen begeistert und auch inspiriert hat, die vielen Aspekte der gesellschaftlichen Gegenwart noch bewusster zu reflektierten.

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15.-18. September 2022